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000253441 150__ $$aGRK 2212: Dynamiken der Konventionalität (400-1550)$$y2018 -
000253441 371__ $$aProfessor Dr. Karl Ubl
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000253441 680__ $$aDas Kölner Graduiertenkolleg etabliert für den Bereich einer interdisziplinären Mittelalterforschung eine methodische und inhaltliche Neuausrichtung. Der Ansatz rekonstruiert die Dynamiken vormoderner Gesellschaften und Kulturen für die Zeit zwischen 400 und 1550 an dem bis dato in der Mediävistik kaum beachteten Schlüsselbegriff der Konventionalität. Geschichte, Kunst, Architektur, Musik, Philosophie und Literaturen des genannten Zeitraums werden dabei methodisch nicht entlang des ausgiebig beanspruchten Modernisierungsnarrativs perspektiviert, das unter den Stichworten von Umbruch und Neuerung das ‚Mittelalter‘ nur als defizitäre Vorstufe zur Moderne zu deklarieren sucht. Traditionalität und Konventionalität gesellschaftlicher und kultureller Manifestationen gelten in diesem Narrativ als Indikatoren einer als statisch konzeptionalisierten Epoche. Demgegenüber erschließt das Kolleg deren Komplexität und Vielfalt gerade im Rekurs auf einen philosophisch-kulturtheoretisch profilierten Begriff der Konvention. Dieser bezeichnet grundsätzlich alle Formen sozialen Handelns und praktischen Wissens, die auf Übereinkunft zurückgehen und als solche nicht nur zentrale Garanten sozialer und kultureller Stabilität sind, sondern auch eine intrinsische Adaptationsfähigkeit für Veränderungsprozesse aufweisen, die jenseits großer Narrative ihre Wirkung zeitigt. Für den Untersuchungszeitraum vollzieht sich das Nachdenken über sozialen Wandel und Beharrung im Begriff der consuetudo (Gewohnheit, Gepflogenheit), in dessen Kontext ein Korpus von anerkannten und künstlerischen Regeln entwickelt wird. Deren Rekonstruktion erfolgte in der ersten Kollegphase im Horizont von drei Gegenbegriffen zu Konvention (Norm, Originalität, Wissenschaft). In der zweiten Förderphase soll das auf diese Weise weit abgesteckte Forschungsfeld thematisch präzisiert werden. Auf der Grundlage der thematischen Schwerpunkte der entstandenen und im Entstehen begriffenen Dissertationen werden Untersuchungen zu den Bereichen: ‚Konventionalität und Dinglichkeit‘, ‚Konventionen des Aufschreibens‘ und ‚Konventionalität und transkulturelle Verflechtungen ‘ ermöglicht.
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