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000254919 150__ $$aFOR 2600: Ambiguität und Unterscheidung: Historisch-kulturelle Dynamiken$$y2018 -
000254919 371__ $$aProfessor Dr. Benjamin Scheller
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000254919 680__ $$aDie DFG-Forschungsgruppe 2600 „Ambiguität und Unterscheidung. Historisch-kulturelle Dynamiken“ bindet das Ambiguitätskonzept an das Konzept von Unterscheidungen. Dabei fokussiert sie auf die Ambiguierung der Unterscheidungen Geschlecht, Race und Religion. Denn hier werden, so eine Ausgangshypothese der Forschungsgruppe, besondere Dynamiken ausgelöst, deren Erforschung grundsätzlich neue Einsichten ermöglicht. Gleichzeitig geht die Forschungsgruppe davon aus, dass Beobachtungsinstanzen – seien dies Personen, Institutionen, Kunstwerke, Religionen etc. – immer wieder auf Phänomene stoßen, die sie mit den Unterscheidungen, mit denen sie bevorzugt operieren, nicht erfassen können. Der Ambiguitätsbegriff der Forschungsgruppe ist somit strikt konstruktivistisch. Phänomene sind nicht „an sich“ ambig. Vielmehr existiert Ambiguität immer nur in der Beobachtung. Was die eine Beobachtungsinstanz als ambig wahrnimmt und kommuniziert, kann für eine andere daher durchaus eindeutig sein. Ambiguitätssituationen stellen für die Forschungsgruppe gleichsam „Urszenen“ dar, die die jeweiligen Akteure dazu zwingen, sich zu der von ihnen wahrgenommenen Uneindeutigkeit zu verhalten. Ambiguität eröffnet die Möglichkeit, auf beiden Seiten einer Unterscheidung anzuschließen, so dass die Pfadabhängigkeiten des Üblichen unterbrochen werden. Die Forschungsgruppe interessiert sich gerade für diese Offenheit von Ambiguitätssituationen und für die kaum vorhersehbaren Dynamiken, die sie auslösen. In ihrer zweiten Förderperiode fokussiert die Forschungsgruppe auf Interferenzen von Ambiguitäten. Sie fragt also danach, ob und wie die Ambiguierung einer Unterscheidung die Operation mit einer anderen Unterscheidung beeinflusst. Kommt es zu Überlagerungen, welche an bestimmten Orten, also im Hinblick auf bestimmte Phänomene Kontraste verstärken oder nivellieren? Welche Wechselwirkungen von Ambiguierungen und dem Gebrauch von Unterscheidungen lassen sich beobachten und welchen Einfluss haben diese Interferenzen auf die historisch-kulturellen Dynamiken, die von Ambiguität ausgehen? Gibt es bestimmte gesellschaftliche Relaisstellen, die solche Interferenzeffekte wahrscheinlich machen?Durch die Beantwortung dieser Fragen zielt die Forschungsgruppe darauf ab, den Ambiguitätsbegriff, der bislang meist als Epochen- oder Kulturdiagnose verwendet wird, zu differenzieren, um mit seiner Hilfe die vielfältigen und komplexen Dynamiken aufzuschließen, die von Ambiguität ausgelöst werden.
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