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000257914 150__ $$aFigurationen internationalisierter Herrschaft in Afrika$$y2018 - 2023
000257914 371__ $$aProfessor Dr. Klaus Schlichte
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000257914 680__ $$aAfrikanische Nachkriegsregierungen müssen ihre eigenen Regierungsvorstellungen mit widersprüchlichen Erwartungen zusammenbringen, die an sie herangetragen werden: Geberstaaten und -organisationen zielen auf eine Rationalisierung des Staatsapparates und bestehen auf politischer und ökonomischer Liberalisierung. Heimische Machtgruppen dagegen versuchen sich den Staat unterzuordnen und Belastungen zu vermeiden. Außerdem verfolgen Regierungsagenturen ein klassisches "Staatsimage" aufrechtzuerhalten, in dem Vorstellungen von Bevölkerung, Territorium und Souveränität zentral sind.Ausgehend von diesem Verständnis widersprüchlicher Erwartungen und basierend auf einem historisch-soziologischen theoretischen Bezugsrahmen zielt dieses Projekt auf die Identifizierung der politischen Figurationen, die aus diesen Konstellationen resultieren. Ausgehend von der Annahme, dass Merkmale dieser Beziehungen sich in impliziten und expliziten Handlungsmustern ausprägen, lautet die Forschungsfrage des Vorhabens: Was sind die praktischen Normen, die afrikanische Regierungsmitglieder und das Personal der Geber in Figurationen internationalisierter Herrschaft anleiten?Drei Fälle (Kenia, Uganda, Ruanda) sollen dazu in einem teiloffenen, reiterativen Vergleich untersucht werden. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: Dokumentenanalyse, Experteninterviews sowie plurilokale teilnehmende Beobachtung als Innovation in der Untersuchung internationalisierter Politik in Afrika. Das Vorhaben soll zu einem Verständnis afrikanischer Politik beitragen, das weniger von normativen Erwartungen (Demokratie, Entwicklung, Sicherheit) geprägt ist und soll helfen, das dichte Geflecht von politischen Beziehungen in internationalisierten Nachkriegssituationen besser zu verstehen.
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