DFG project G:(GEPRIS)424056024

Erstmalige Datierung der maximalen spätpleistozänen Gletscherausdehnung im Hochgebirge von Taiwan

CoordinatorProfessorin Dr. Margot Böse
Grant period2019 - 2023
Funding bodyDeutsche Forschungsgemeinschaft
 DFG
IdentifierG:(GEPRIS)424056024

Note: Die Ausdehnung und die Gleichgewichtslinie von Gebirgsgletschern gelten als empfindliche Indikatoren für kaltzeitliche Klimabedingungen. Befunde aus verschiedenen asiatischen Gebirgen zeigen erstaunlicherweise, dass die maximale Gletscherausdehnung im humiden monsun-beeinflussten Asien nicht zeitgleich mit dem weltweiten glazialen Maximum stattfand, sondern früher als 22 ka. Das isolierte Hochgebirge von Taiwan stellt ein ideales Untersuchungsgebiet für die letzt-kaltzeitlichen Gletscherstände in Ostasien dar. Es erreicht eine Höhe von 3952 m und ist derzeit nicht vergletschert, hatte aber während des Spät-Pleistozän und des Holozän mehrere Vereisungsphasen. Trotzdem sind die maximalen Gletscherstände und die tiefste Schneegrenze bisher unbekannt in ganz Taiwan, was der starken nacheiszeitlichen Erosion und der schwierigen Erreichbarkeit der entsprechenden Talabschnitte geschuldet ist. Dieses Projekt wird Felsoberflächen-Datierungen mittels in situ produzierter, kosmogener Nuklide (10Be und 26Al) anwenden, um folgende Ziele zu erreichen:1. eine Zeitstellung der maximalen spätpleistozänen Talvergletscherung in Nord-Taiwan (Hsueh Shan) 2. eine Zeitstellung von Karentstehung und Transport glazialer Blöcke in Zentral-Taiwan (Nengao Shan).Feldkartierungen und Probennahmen sowohl an Blöcken einer zugänglichen Gletscherendposition als auch an Felsschwellen in Karen wurden bereits in den Jahren 2015 und 2016 durchgeführt. Dieses Projekt hat damit den Schwerpunkt auf der Bestimmung der Nuklid-Konzentration von 14 Proben, der folgenden Altersberechnung, der Daten-Visualisierung und der paläoklimatischen Interpretation.
   

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 Record created 2023-01-19, last modified 2024-09-28