DFG project G:(GEPRIS)275653941
Ausbreitung und genetischer Austausch zwischen Flechtenpopulationen in Patagonien und der Antarktischen Halbinsel (unter Berücksichtigung anthropogener Einflüsse)
| Coordinator | Dr. Christian Printzen |
| Grant period | 2015 - 2019 |
| Funding body | Deutsche Forschungsgemeinschaft |
| | DFG |
| Identifier | G:(GEPRIS)275653941 |
⇧ SPP 1158: Bereich Infrastruktur - Antarktisforschung mit vergleichenden Untersuchungen in arktischen Eisgebieten ⇧
Note: Die isolierte Lage der Antarktis und die Beschränkung auf weit voneinander entfernte kleine Habitatflecken haben zu einem hohen Endemitenanteil, genetischer Differenzierung und lokaler Anpassung der Fauna und Flora geführt, die durch Einschleppung ortsfremder Arten und Homogenisierung bislang getrennter Genpools jedoch zunehmend bedroht sind. Obwohl Flechten als wichtigste Primärproduzenten antarktische terrestrische Lebensräume dominieren, fehlen zur Zeit Daten zu ihrer genetischen Struktur und Diversität. Der Umfang inter- und intrakontinentalen Genflusses ist bisher völlig unbekannt. Es ist deswegen derzeit unmöglich, den aktuellen und zukünftigen menschlichen Einfluss auf antarktische Flechtenpopulationen auch nur annähernd abzuschätzen.Im laufenden Projekt (Pr567/18-1) untersuchen wir die populationsgenetische Struktur von weit verbreiteten Flechtenarten und versuchen abzuschätzen, ob menschliche Aktivitäten zur Einschleppung ortsfremder Arten oder Genotypen und zur Homogenisierung von Genpools beitragen. Die zweite Frage kann nur beantwortet werden, wenn man Lokalitäten mit hohem und niedrigem menschlichen Einfluss vergleicht. Aufgrund technischer Probleme seitens des Spanischen Polakomitees wurde eine für den Winter 2016/17 geplante Expedition nach Livingston Island auf Februar/März 2018 verschoben. Damit die Doktorandin die zentralen Ergebnisse dieses Projekts erarbeiten und veröffentlichen kann, beantrage ich Mittel zur Verlängerung ihrer Stelle um weitere fünf Monate.
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