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    <subfield code="a">Molekulargenetische, histologische, immunhistochemische und funktionelle Charakterisierung von Fettgewebe bei Patienten mit Multipler Symmetrischer Lipomatose</subfield>
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    <subfield code="a">Professor Dr. Stephan Schreml</subfield>
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    <subfield code="a">Deutsche Forschungsgemeinschaft</subfield>
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    <subfield code="a">Die Multiple Symmetrische Lipomatose (= MSL = Launois-Bensaude-Erkrankung, MIM# 151800) ist mit einer geschätzten Inzidenz von 1:25.000 eine seltene Erkrankung des Fettgewebes. MSL kann als eine regionale, meist gutartige Wucherung des subkutanen Fettgewebes beschrieben werden. Im fortgeschrittenen Stadium nimmt die Erkankung fast immer entstellenden Charakter an. Das Spektrum möglicher Begleiterkrankungen ist bisher nicht gut beschrieben. Die aktuell einzige effektive Therapie ist die chirurgische Resektion oder Liposuktion. Familiäre Fälle mit autosomal dominantem Vererbungsmodus sind beschrieben. In den vergangenen 1 ½ Jahren konnten wir eine einzigartige Kohorte von 25 Patienten inklusive 4 familiärer Fälle zusammengetragen. Mit Hilfe von Exomsequenzierung in 2 Familien mit jeweils mehreren Betroffenen konnten wir 2 potentiell kausale Varianten identifizieren. Eines der Kandidatengene, SHC1 wurde bereits aufgrund seiner Beteiligung an der Regulation von Fettzellen aber auch an vermutlich mitochondrial vermittelten Alterungsprozessen (p66 Isoform von SHC1) intensiv untersucht. Wir haben aus Fettgewebe von betroffenen und unbetoffenen Regionen von MSL Patienten mesenchymale Stammzellen (= human adipose tissue derived stem cells, hASCs) isoliert und kultiviert. Über das ursprüngliche Ziel hinaus, die prinzipielle Nutzbarkeit von hASCs für die Erforschung dieser Erkrankung zu untersuchen, führten wir bereits Hinweisen aus der Exomanalyse folgend, proteinbiochemische Untersuchungen in Zellkultur durch. Diese erbrachten interessante Ansatzpunkte zum Verständnis der Pathogenese der MSL. Die Möglichkeit zur Kombination von klinischer Datenerhebung sowie histologischer Untersuchung mit einem Spektrum an modernen Methoden der Molekulargenetik und Molekularbiologie ist eine besondere Stärke unseres Vorhabens. Wir erwarten erstmals einen umfassenden Einblick in den makroskopischen, mikroskopischen und molekularen Phänotyp der MSL geben zu können. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen werden einen ersten Schritt hin zu verbesserten diagnostischen Möglichkeiten für MSL darstellen und über die Krankheitsgrenzen hinaus einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Verständnis der Fettzellbiologie liefern.</subfield>
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