Östradiolderivate verhindern Ferroptose und Akute Renale Tubulusnekrose
Coordinator
Professor Dr. Andreas Linkermann
Grant period
2023 -
Funding body
Deutsche Forschungsgemeinschaft
DFG
Identifier
G:(GEPRIS)522190184
Note: Vor über sechs Jahrzehnten wurde erstmalig publiziert, dass weibliche Organe resistent gegenüber Ischämie/Reperfusionsschäden (IRI) sind. Trotz vielfacher Reproduktion dieses Ergebnisses ist ein dafür ursächlicher Mechanismus bisher nicht bekannt. Erkenntnisse des vergangenen Jahrzehnts haben zunehmend Hinweise auf die Rolle von Ferroptose bei der Entstehung der IRI in verschiedenen Organen ergeben. Unsere Vorarbeiten zeigen nun, dass die Fortleitung eines ferroptotischen Zelltodsignals in isolierten Nierentubuli durch das weibliche Geschlechtshormon 17beta-Östradiol und dessen Metabolite verhindert wird. Daraus ergab sich eine neue zentrale Hypothese, in der Östradiolderivate generell als Ferroptoseinhibitoren wirken. Diese Hypothese wird nun detailliert und systematisch untersucht. Dazu wird erstens konkret die anti-ferroptotische Potenz der einzelnen Östradiolderivate bestimmt. Zweitens werden die Östradiol-vermittelten Veränderungen in renalen Tubuluslipiden und deren Peroxidation quantitativ bestimmt. Drittens werden diejenigen Oxidoreduktasen in zellfreien Systemen und in vivo analysiert, welche zur Regeneration des peroxidierten Östratiols und damit zur Potenzierung des anti-ferroptotischen Effekts beitragen. Eine solche bereits identifizierte Oxidoreduktase ist das Ferroptose Suppressor Protein 1 (FSP1). Diese einzigartigen wissenschaftlichen Voraussetzungen werden es ermöglichen, Rückschlüsse auf die konkreten Mechanismen der Östradiol-vermittelten Ferroptosekontrolle, der Akuten Tubulusnekrose und des Akuten Nierenversagens zu ziehen.
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Record created 2023-09-06, last modified 2024-09-28