DFG project G:(GEPRIS)525740228
MR-Biosignaturen zur Stratifizierung des Brustkrebsrisikos
| Coordinator | Privatdozent Dr. Sebastian Bickelhaupt ; Privatdozentin Dr. Sabine Ohlmeyer |
| Grant period | 2023 - |
| Funding body | Deutsche Forschungsgemeinschaft |
| | DFG |
| Identifier | G:(GEPRIS)525740228 |
⇧ FOR 5534: Schnelle Kartierung von quantitativen MR bio-Signaturen bei ultra-hohen Magnetfeldstärken ⇧
Note: Die meisten Frauen, die an Brustkrebs erkranken, hatten vor ihrer Diagnose ein durchschnittliches Erkrankungsrisiko. Etwa 40 % aller Brustkrebsfälle treten bei Frauen auf, für die derzeit kein Risikofaktor für eine Brustkrebserkrankung bekannt ist. Studien legen nahe, dass die mikrostrukturelle Zusammensetzung des fibroglandulären Brustgewebes (FGT) ein entscheidender Faktor für das Risiko an Brustkrebs zu erkranken sein könnte. Derzeit gibt es jedoch kein etabliertes bildgebendes (oder nicht-bildgebendes) in-vivo Verfahren, mit der sich eine umfassende räumlich aufgelöste Signatur der komplexen Gewebezusammensetzung in einem einzelnen Untersuchungsgang erfassen lässt. Der Einsatz der Ultrahochfeld-Magnetresonanztomographie (MRT) könnte es nun ermöglichen, komplexe Gewebemerkmale von der Makrozusammensetzung (z. B. FGT/Fett-Verhältnis, absolutes FGT-Volumen) bis hin zur multidimensionalen Mikrostrukturebene (z. B. Erfassung der Kollagenfibrillen und ihrer Ausrichtung, Vorhandensein von proinflammatorischen Immunzellen, Protein- und Ionenumgebung [z. B. Ionenkonzentration]) in einem Untersuchungsgang zu erfassen. Die Hypothese dieses Projekts ist es, dass mittels der 7T- -MRT eine solche FGT-Biosignatur akquiriert werden kann, die ein breites Spektrum biophysiologischer Gewebeeigenschaften repräsentiert und kombiniert und es so ermöglicht zwischen Frauen mit hohem Risiko und Frauen mit durchschnittlichem Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs zu unterscheiden. Langfristig soll das Projekt neue Brustkrebs-Risikofaktoren entschlüsseln und die Individualisierung der Brustkrebs-Risikostratifizierung vorantreiben, so dass mögliche (Hoch-)risikokonstellationen bei Frauen früher erkannt werden können und hierdurch die Brustkrebsvorsorge sowohl hinsichtlich der Vorsorgemethoden als auch der Vorsorgeintervalle personalisiert werden kann.
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