Note: Die zunehmende Durchdringung von verteilten Erzeugern (z. B. dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen) und Lasten auf Verteilnetzebene (z. B. batteriebetriebene Elektrofahrzeuge) führt zu einem dynamischeren und zunehmend unvorhersehbaren Netzverhalten. Dies erfordert eine flexible Regelung der Anlagen in Verteilnetzen, um diese möglichst in Einklang mit den Lasten zu bringen. Dadurch werden Versorgungssicherheit und Netzstabilität gewährleistet sowie kritische Netzzustände vermieden. In diesem Zusammenhang wird im Rahmen des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes der Redispatch 2.0 eingeführt, welcher die Verschiebung der Stromproduktion auch für kleinere Anlagen ab 100 kW vorsieht. Eine entsprechende Regelung erfordert innovative Lösungen zur Verteilnetzüberwachung, welche ein ganzheitliches Systemverständnis ermöglicht und in diesem Projekt entwickelt wird. Das SEGuRo-Konzept sieht eine fälschungssichere Signierung von Messdaten direkt am Messpunkt, einen sicheren Kommunikationskanal zur Übertragung der Daten und eine echtzeitfähige Monitoring Plattform vor. Die Monitoring Plattform umfasst im Wesentlichen eine Kombination aus digitalem Zwilling und dynamischer Netzzustandsschätzung sowie Datenmanagement und Visualisierung (Abbildung 1). Eine solch vollumfängliche Kombination von Technologien ist eine Innovation in der Netzüberwachung und bietet eine elementare digitale Grundlage, nicht nur zur Netzregelung, sondern auch für die flexible Abrechnung von neuartigen Netzdienstleistungen. Als Testumgebung für die entwickelten Lösungen soll in diesem Projekt ein Teil des Stromnetzes der Stadt Herne genutzt werden.
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Record created 2023-11-23, last modified 2023-11-23