<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<collection xmlns="http://www.loc.gov/MARC21/slim">
<record>
  <controlfield tag="001">352192</controlfield>
  <controlfield tag="005">20240928182802.0</controlfield>
  <datafield tag="035" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">G:(GEPRIS)539637337</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="024" ind1="7" ind2=" ">
    <subfield code="a">G:(GEPRIS)539637337</subfield>
    <subfield code="d">539637337</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="040" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">GEPRIS</subfield>
    <subfield code="c">http://gepris.its.kfa-juelich.de</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="150" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">Jüdisches Musikleben in Bayern 1930–50. Topographie, Inventar, Aufführungsdatenbank</subfield>
    <subfield code="y">2024 -</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="371" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">Dr. Tobias Reichard</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="450" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">DFG project G:(GEPRIS)539637337</subfield>
    <subfield code="w">d</subfield>
    <subfield code="y">2024 -</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="510" ind1="1" ind2=" ">
    <subfield code="a">Deutsche Forschungsgemeinschaft</subfield>
    <subfield code="0">I:(DE-588b)2007744-0</subfield>
    <subfield code="b">DFG</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="680" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">„Insel“, „Oase“, „Zuflucht“, „Hort des Widerstands“, „Gefängnis“, „geistiges Ghetto“… Nahezu sämtliche zeitgenössischen Berichte zum jüdischen Musik- und Theaterleben im Nationalsozialismus sind von derartigen Raummetaphern durchzogen. Semantiken des Abgeschlossenen und Beengten, aber auch der Entgrenzung und des Rückzugs bis hin zum Subversiven und Widerständigen stehen in ihrer Raumbezogenheit stellvertretend für jüdische Alltagserfahrungen in der NS-Diktatur. Sie waren die Folge einer immer strikteren Reglementierung des öffentlichen Raums, durch die Jüdinnen*Juden nach dem Willen der Machthaber vollständig aus der Gesellschaft gedrängt werden sollten. Insbesondere im Musikleben war der Verfolgungsdruck von Beginn an besonders hoch, da Musik als vermeintlich ‚deutscheste der Künste‘ Kernbestandteil der nationalsozialistischen Ideologie war. Jüdische Musiker*innen waren daher gezwungen, sich in kürzester Zeit alternative Verdienst- und Auftrittsmöglichkeiten zu schaffen. Ebenso wie ihr jüdisches Publikum hatten sie sich dabei in einem öffentlichen Raum neu zu orientieren, der massiv von Gewalt geprägt war und sich gerade in Bayern – mit der „Hauptstadt der Bewegung“ München, der „Stadt der Reichsparteitage“ Nürnberg, der Wagner-Stadt Bayreuth und dem ersten Konzentrationslager Dachau – als besonders prekär erwies. Jüdisches Musikleben im Nationalsozialismus war demnach auf verschiedenen Ebenen erheblich durch räumliche Rahmenbedingungen geprägt, die bislang allerdings kaum erforscht wurden. Diesen Rahmenbedingungen am Beispiel Bayerns nachzugehen, die relevanten Quellen grundlegend zu erschließen und aufzubereiten sowie nach dem Erkenntnisgewinn einer für räumliche Zusammenhänge sensibilisierten Musikgeschichtsschreibung zu fragen, sind die Ziele des beantragten Projekts.</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="909" ind1="C" ind2="O">
    <subfield code="o">oai:juser.fz-juelich.de:1029923</subfield>
    <subfield code="p">authority:GRANT</subfield>
    <subfield code="p">authority</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="980" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">G</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="980" ind1=" " ind2=" ">
    <subfield code="a">AUTHORITY</subfield>
  </datafield>
  <datafield tag="909" ind1="C" ind2="O">
    <subfield code="o">oai:juser.fz-juelich.de:1029923</subfield>
  </datafield>
</record>
</collection>