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@PHDTHESIS{Gyrdymov:354601,
author = {Gyrdymov, Mikhail},
title = {{E}ffektive {B}eschleunigung von {E}lektronen und
{P}rotonen sowie {E}rzeugung hochintensiver
{B}etatronstrahlung bei der {W}echselwirkung von sub-ps
relativistischen {L}aserpulsen mit {S}chäumen},
school = {Johann Wolfgang Goethe-Universitä},
type = {Dissertation},
address = {Johann Wolfgang Goethe-Universität},
publisher = {Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg},
reportid = {GSI-2024-01091},
pages = {207 p.},
year = {2024},
note = {Dissertation, Johann Wolfgang Goethe-Universitä, 2024},
abstract = {Im Rahmen dieser Doktorarbeit werden drei Schwerpunkte
behandelt: 1) Die hocheffektive Beschleunigung von
Elektronen und Protonen durch die Wechselwirkung von
relativistischen Laserpulsen mit Schäumen. 2) Die Erzeugung
und Messung hochintensiver Betatronstrahlung von direkt
laserbeschleunigten (DLA-) Elektronen. 3) Die Anwendung von
DLA-Elektronen für den biologischen FLASH-Effekt mit einer
rekordbrechenden Dosisrate. Die direkte Laserbeschleunigung
von Elektronen wurde durch die Wechselwirkung eines
sub-ps-Laserpulses mit einer Intensität von ~ $10^19$
$W/cm^2$ mit einem Plasma nahe kritischer Elektronendichte
(NCD) untersucht. Ein sub-mm langes NCD-Plasma wurde durch
Erhitzen eines Schaums mit einer niedrigen Dichte mit einem
ns-Puls von $10^13-10^14$ $W/cm^2$ erzeugt. Die Experimente
wurden an der PHELIX-Anlage (Petawatt Hoch- Energie Laser
für Schwerionenexperimente) in den Jahren 2019 – 2023
durchgeführt. Während der Suche nach optimalen Bedingungen
für die Beschleunigung von Elektronen und Protonen wurden
die Parameter des ns-Pulses variiert und verschiedene
Targets verwendet. Es wurde gezeigt, dass das Plasma im
Schaum gute Voraussetzungen für die Erzeugung gerichteter,
ultrarelativistischer DLA-Elektronen mit Energien von bis zu
100 MeV bietet. Die Elektronen weisen eine
Boltzmann-ähnliche Energieverteilung mit einer Temperatur
von 10-20 MeV auf.Optimale Bedingungen für eine effektive
Beschleunigung von DLA-Elektronen wurden bei der Kombination
eines CHO-Schaums mit einer Dichte von 2 mg/cm3 und einer
Dicke von 300-500 µm mit einer Metallfolie erreicht. Die
Gesamtladung der detektierten Elektronen mit Energien über
1,5 MeV erreichte 0,5-1 µC mit der Umwandlungseffizienz der
Laserenergie von ~ $20-30\%.Außerdem$ wird die
Beschleunigung von Protonen durch DLA-Elektronen anders
verursacht als bei typischer Target Normal Sheath
Acceleration (TNSA). Für die Untersuchung der lokalen
Protonenenergieverteilung wurden Magnetspektrometer unter
verschiedenen Winkeln zur Laserachse verwendet. Dafür wurde
eine Filtermethode entwickelt, welche es ermöglicht,
Spektren von Protonen mit Energien von bis zu 100 MeV zu
rekonstruieren. Es wurde gezeigt, dass am PHELIX durch die
Kombination von einem ~ 300-400 µm dicken CHO-Schaum mit
einer Dichte von 2 $mg/cm^3$ und einer 10 µm dicken
Au-Folie bei einer Intensität des sub-ps-Pulses von ~
$10^19$ $W/cm^2$ und unter Verwendung eines optimierten
ns-Vorpulses eine optimale Protonenbeschleunigung erreicht
wurde. Es wurde ein TNSA-ähnliches Regime mit einer
maximalen Cut-off-Energie von 34±0,5 MeV beobachtet. Im
Vergleich dazu wurde bei der typischen TNSA unter Verwendung
einer 10 µm dicken Au-Folie als Target und derselben
Laserintensität eine maximale Cut-off-Energie von 24±0,5
MeV gemessen. Darüber hinaus beobachteten wir einen sehr
schwachen Abfall der Protonenanzahl in Abhängigkeit von der
Protonenenergie (anders als bei der typischen TNSA) und eine
sehr regelmäßige Protonenstrahlverteilung in einem breiten
Winkelbereich bis zu hohen Energien. Dies könnte zur
Verbesserung der Qualität der Protonenradiographie von
Plasmafeldern genutzt werden. Beim DLA-Prozess (im
NCD-Plasma) entsteht Betatronstrahlung durch die
Oszillationen von Elektronen in quasi-statischen
elektrischen und magnetischen Feldern des Plasmakanals. Um
diese Strahlung zu untersuchen, wurde ein neues
modifiziertes Magnetspektrometer (X-MS) konstruiert. Das
X-MS ermöglicht die 1D-Auflösung mehrerer Quellen. Dank
dieser Spezifikation war es möglich, Betatronstrahlung von
Bremsstrahlung der ponderomotorischen Elektronen im
Metallhalter zu trennen und zu messen.Im Experiment mit
einem CHO-Schaum mit einer Dichte von 2 $mg/cm^3$ und einer
Dicke von ~ 800 µm als Target wurde die von den optimierten
DLA-Elektronen erzeugte Betatronstrahlung gemessen. Bei
einer Peak-Intensität des dreieckigen ns-Pulses von ~
$3·10^13$ $W/cm^2$ und des sub-ps-Pulses von ~ $10^19$
$W/cm^2,$ welcher 4±0,5 ns gegenüber dem ns-Puls
verzögert war, betrug der Halbwinkel im FWHM-Bereich des
Elektronenstrahls 17±2°. Unter diesen Bedingungen war die
Betatronstrahlung mit einem Halbwinkel im FWHM-Bereich von
11±2° für die Photonen mit Energien über 10 keV
ebenfalls gerichtet. Die Photonenanzahl mit Energien über
10 keV wurde auf etwa $3·10^10$ / $3·10^11$ (gerichtete
Photonen / Photonen im Halbraum entlang der
Laserstrahlrichtung) abgeschätzt. Die maximale
Photonenanzahl pro Raumwinkel betrug $~2·10^11$ photons/sr.
Die Brillanz der registrierten Betatronstrahlung erreichte ~
$2·10^20$ $photons/s/mm^2/mrad^2/(0.1\%$ BW) bei 10 keV.
Die Verwendung eines Hochstromstrahls aus DLA-Elektronen
für die FLASH-Strahlentherapie ermöglicht das Erreichen
einer Dosis von bis zu 50-70 Gy während eines
sub-ps-Laserpulses. Im Jahr 2021, während der
P213-Strahlzeit am PHELIX wurde der
Sauerstoffkonzentrationsabfall bei der Bestrahlung von
Medien (Wasser und andere biologische Medien) mit
DLA-Elektronen in Abhängigkeit von der Dosis untersucht.
Die Strahlendosis wurde hierbei indirekt gemessen. Hierfür
wurde eine Rekonstruktionsmethode entwickelt, die es
ermöglicht, die Dosis innerhalb des „Wasser-Containers“
auf Basis von Messungen außerhalb des Containers mit einem
untersuchten Medium zu ermitteln. Es wurde eine gute
Übereinstimmung zwischen dem Experiment und einer
Monte-Carlo-Simulation für Wasser gezeigt. Die registrierte
Dosisrate erreichte einen Rekordwert von ~ 70 TGy/s.},
cin = {PPH},
cid = {I:(DE-Ds200)PPH-20051214OR027},
pnm = {631 - Matter – Dynamics, Mechanisms and Control
(POF4-631)},
pid = {G:(DE-HGF)POF4-631},
experiment = {EXP:(DE-Ds200)P-21-00005-20221208 /
EXP:(DE-Ds200)P-22-00048-20221208 /
EXP:(DE-Ds200)P207-20200803 / EXP:(DE-Ds200)P213-20200803 /
EXP:(DE-Ds200)P176-20200803},
typ = {PUB:(DE-HGF)11},
urn = {urn:nbn:de:hebis:30:3-855733},
url = {https://repository.gsi.de/record/354601},
}