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000361639 150__ $$aUntersuchungen zur Reziprozität von Assoziationen zwischen numerischer Größe und Raum$$y2025 -
000361639 371__ $$aDr. Melanie Richter
000361639 371__ $$aProfessor Dr. Peter Wühr
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000361639 680__ $$aDer so genannte spatial-numerical association of response codes oder SNARC Effekt beschreibt die Beobachtung, dass linke Reaktionen schneller und fehlerfreier auf kleine(re) Zahlen im Vergleich zu großen(r) Zahlen erfolgen, während rechte Reaktionen das gegenteilige Muster zeigen (Dehaene et al., 1990). Der reguläre SNARC Effekt zeigt also, dass numerische Größe die Auswahl und Ausführung von räumlichen Reaktionen beeinflussen kann. Es ist jedoch unklar, ob räumliche Positionen umgekehrt auch die Auswahl und Ausführung von numerischen Reaktionen beeinflussen können. Diese Forschungslücke betrifft also die Reziprozität des SNARC Effekts und die Frage, ob neben dem regulären umgekehrt auch ein reziproker SNARC Effekt auftritt. In diesem Fall wäre der SNARC Effekt bidirektional und, je nach Effektgröße, entweder symmetrisch oder asymmetrisch. Unsere Vorarbeiten zur Reziprozität des SNARC Effekts haben gezeigt, dass der SNARC Effekt für verbale Reize und vokale Reaktionen bidirektional und symmetrisch ist, während er für physische Reize und manuelle oder vokale Antworten stark asymmetrisch ist. Während der reguläre SNARC Effekt mit allen Kombinationen von Reiz- und Reaktionsformaten auftritt, tritt der reziproke SNARC Effekt nur mit verbalen, nicht aber mit physischen Positionsreizen auf und scheint somit vom Reizformat abzuhängen (Richter & Wühr, 2023a, 2024a). Unsere Vorarbeiten und insbesondere die Diskrepanzen in den Ergebnismustern zwischen regulärem und reziprokem SNARC Effekt haben eine Reihe von Forschungsfragen aufgeworfen, die dieses Forschungsprojekt beantworten soll. Zum einen ist unklar, welche aufgaben- oder personenabhängige Determinanten zur Entstehung des reziproken SNARC Effekts beitragen. In diesem Projekt soll daher der Einfluss mehrerer potentieller Determinanten untersucht werden, darunter a) Reizmerkmale wie eine perzeptuelle Überlappung und Reaktionsmodalität, b) die Aufgabenschwierigkeit und damit das Reaktionszeitniveau und c) interindividuelle Unterschiede wie das Geschwindigkeits-Genauigkeits-Verhältnis. Zweitens haben wir festgestellt, dass keine der bekannten Theorien des SNARC Effekts das vorliegende Ergebnismuster vollständig erklären kann, ohne zusätzliche Annahmen zu erfordern. Daher zielt das Forschungsprojekt darauf ab, die 'Mental Number Line' (Dehaene et al., 1993), den 'Working Memory Account' (van Dijck & Fias, 2011) und das 'Polarity Correspondence Principle' (Proctor & Cho, 2006) auf ihre Fähigkeit zu testen, Asymmetrien zwischen dem regulären und reziproken SNARC Effekt zu erklären. In einem zweiten Schritt erweitert das Projekt diese Theorien um zusätzliche Annahmen, die zur Erklärung des Ergebnismusters erforderlich sind, und testet die Vorhersagen der modifizierten Theorien in einem dritten Schritt empirisch. Neben der Untersuchung der Determinanten des reziproken SNARC Effekts trägt dieses Forschungsprojekt somit zur Validierung und Weiterentwicklung der bestehenden Theorien des SNARC Effekts bei.
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