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    <subfield code="a">Zyklostratigraphie des frühen Archaikums im Moodies-Hills-Block (Barberton-Grünsteingürtel, Südafrika)</subfield>
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    <subfield code="a">Professor David De Vleeschouwer, Ph.D.</subfield>
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    <subfield code="a">Deutsche Forschungsgemeinschaft</subfield>
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    <subfield code="a">SPP 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm (ICDP)</subfield>
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    <subfield code="a">Das beantragte Projekt untersucht die Rolle astronomischer Zyklen (Milanković-Zyklen) im Paläoarchaikum vor mehr als 3,2 Milliarden Jahren. Grundlage sind neu verfügbare Bohrkerne aus dem Moodies Hills Block (Agnes Gold Mine, Südafrika), die von der Minengesellschaft geschenkt und nach Münster überführt wurden. Nach Abschluss der Untersuchungen werden sie in das Archiv der ICDP-BASE-Bohrkerne integriert und gemeinsam im internationalen Kernlager in Berlin-Spandau kuratiert. Die Kerne gehören zu den ältesten erhaltenen Sedimentabfolgen der Erde. Ziel des Projekts ist es, deren Ablagerungsräume und Fazies im Detail zu beschreiben, ihre geochemischen und mineralogischen Eigenschaften hochauflösend zu erfassen und daraus Hinweise auf mögliche astronomisch gesteuerte Klimaoszillationen abzuleiten. Mittels Röntgenfluoreszenz- und Hyperspektralanalysen werden Proxies wie Elementverhältnisse (z. B. Fe/Al, K/Al) und Mineralphasen bestimmt. Statistische Zeitreihenanalysen dienen dazu, periodische Muster zu erkennen und mit Milanković-Zyklen (Exzentrizität, Obliquität, Präzession) in Beziehung zu setzen. Ein zentrales Ziel ist es, auf Basis dieser Signale die Distanz zwischen Erde und Mond sowie den Präzessionsparameter im frühen Archaikum abzuschätzen. Damit wird ein unabhängiger Ansatz zur Rekonstruktion der Erde-Mond-Dynamik erprobt, der komplementär zu bisherigen Tidalit-basierten Methoden ist. Ein Abgleich mit den Ergebnissen der ICDP-BASE-Bohrungen – insbesondere Site 5A – erlaubt die Bewertung der Robustheit der astronomischen Signale in unterschiedlichen Ablagerungsräumen desselben Beckens. Darüber hinaus wird eine systematische Suche nach potenziellen Sphärulitenlagen durchgeführt. Solche Impaktejektadepots könnten als stratigraphische Marker dienen und neue Einblicke in das Impaktregime des frühen Archaikums liefern. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zum besseren Verständnis der Wechselwirkungen zwischen astronomischen Zyklen, Sedimentationsprozessen und Klima unter den Randbedingungen der frühen Erde. Es verbindet sedimentologische, geochemische und zyklostratigraphische Methoden und stärkt zugleich die internationale wissenschaftliche Nutzung der ICDP-BASE-Bohrkerne durch die Einbindung der neu gewonnenen Agnes-Kerne.</subfield>
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